Ganz Besonders

Unser Programm für die Klassen 5 – 10

Start an der Emil-Thoma-Realschule

In Klasse 5 und 6 liegt der Schwerpunkt Erziehungs- und Bildungsauftrag bei der ganzheitlichen Entwicklung der Schülerinnen und Schüler. So wird im Rahmen der SL-Stunde (Soziales Lernen) mit dem Klassenlehrer intensiv an der Bildung der Klassengemeinschaft und dem gutem Miteinander gearbeitet, das wir als grundlegend für schulischen Erfolg sehen. Der Klassenrat bietet hier z.B. eine gute Möglichkeit, dass die Kinder lernen ihre Bedürfnisse zu formulieren, Probleme zu besprechen und gemeinsam Lösungen zu finden.

Auch inklusive Lernformen – wir realisieren ein gemeinsames Leben und Lernen u. a. mit unserer Partnerklasse der Richard-Mittermaier-Schule in vielen verschiedenen Bereichen des schulischen Alltags, tragen zur Persönlichkeitsbildung bei. Zudem arbeiten wir mit den Kindern in Kreativprojekten, die auch von externen Experten angeleitet werden. Besondere Beliebtheit bei den Schülern und Schülerinnen erfreuen sich beispielsweise das Zirkusprojekt, Theater- und Musicalprojekte, der Stockkampf, das gemeinsame Trommeln sowie verschiedene Kunstprojekte.

Ein Teil der Hauptfachstunden findet im Lernatelier (LeA) statt. Hier arbeiten die Schülerinnen und Schüler eigenverantwortlich im eigenen Tempo und auf einem eigenen Weg, mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden. In Klasse 5 beginnt die Arbeit am Methodencurriculum. Die Schülerinnen und Schüler erlernen verschiedene Methoden, die sie befähigen, selbständig oder in Partner- und Gruppenarbeit Wissen zu erwerben, einzuüben und zu festigen. Hier werden in den unteren Klassen Methoden eingeführt, die in verschieden Fächern im weiteren schulischen Verlauf aufgegriffen werden und die Schülerinnen und Schüler erfolgreich lernen lassen. Gänge und Lichthöfe werden im Lernkonzept berücksichtigt und bieten durch geeignete Möblierung nicht nur Aufenthaltsbereiche, sondern gezielt auch Platz für lernende Gruppen während des Unterrichts und auch danach. Sonderförderungen werden vor allem in Deutsch für lese- und rechtschreibschwächere Schüler angeboten, in Zusammenarbeit mit der Flexiblen Nachmittagsbetreuung können auch Förderstunden vermittelt werden.

In dieser Klassenstufe endet die Orientierungsstufe und es beginnt der Unterricht in den Wahlpflichtfächern Technik, Französisch und MUM (Mensch und Umwelt). Der Schwerpunkt liegt in diesem Jahrgang auf der Suchtprävention. Dazu finden in der 1. und 2. Fensterwoche (Projektwoche) verschiedene Projekte und Aktivitäten statt, um die Jugendlichen über Suchtgefahren zu informieren. Wir verfolgen damit das Ziel, möglichst frühzeitig vorzubeugen: Alkoholsucht, Essstörungen, Handy- und Internetsucht, exzessivem „Zocken“ (Computerspiele), Rauchen, Drogenmissbrauch und Tablettenabhängigkeit. In der ersten Fensterwoche informiert die Polizei über Gefahren durch Drogenkonsum, wir besuchen Beratungsstellen für Suchtabhängige, ein Mädchen- und Frauenberatungszentrum verschiedene Institutionen kommen in die Schule und führen Projekte durch. In der Universitätsklinik Freiburg nehmen wir an der Veranstaltung „abgebrannt“ zur Raucherprävention teil. In Kooperation mit der Emil-Thoma-Realschule ermöglicht der SC-Freiburg in der zweiten Fensterwoche ein Fußballtraining mit SC-Trainern. Rund um die Themen Gesundheit und Ernährung bietet die AOK den Schülerinnen und Schülern in der Schule Workshops, bei denen viele gesunde und leckere Rezepte ausprobiert werden. Trommeln und Stockkampf sind weitere Kreativprojekte der siebten Klassen.

Wahlpflichtbereich

In der Klasse 6 werden die Schülerinnen und Schüler sowie ihre Eltern am Informationsabend über den Wahlpflichtbereich informiert. Sie können zwischen den Fächern Französisch, Mensch und Umwelt und Technik wählen. Mit der Wahl entscheiden sie sich für das fünfte Kernfach ab Klasse 7. Diese Wahl ist verpflichtend und verbindlich bis zum Realschulabschluss. Als Orientierungshilfe dient im Fach Mensch und Umwelt (MUM) und Technik das themenorientierte Projekt Technisches Arbeiten (TA) in Klasse 6, für das Fach Französisch entsprechend der Brückenkurs Französisch. In der Klasse 10 erfolgt eine Fachinterne Überprüfung (FIP), die 1/3 der Jahresleistung ausmacht.

Es geht los in die Eigenständigkeit!

Die 8. Klassen haben neben dem üblichen Fachunterricht im laufenden Schuljahr einige spannende Projekte zu erleben, welche die Schüler und Schülerinnen sinnvoll auf die anstehende Berufsfindung und ihr Berufspraktikum (Anfang Klasse 9) vorbereiten und sie in ihrer Persönlichkeit stärken.

Hierfür nehmen die Schüler und Schülerinnen zwei Wochen lang Kurse und Angebote der IHK und IB wahr (BOP/BORS), begleitet und betreut durch unsere Lehrer und Fachpersonal, welches in den unterschiedlichen Berufsgruppen tätig ist. Hierbei erlangen sie einen Einblick in unterschiedliche Berufsfelder, erleben an praktischen Tätigkeiten und Berichten, wie so ein Berufsalltag aussehen kann und was für Voraussetzungen nötig sind. Die 8. Klässler lieben diese zwei Wochen und viele werden hierbei auf Berufe aufmerksam gemacht, zu denen ihnen oft im Vorfeld jegliche Berührpunkte gefehlt haben. Ferner gibt es für jeden 8. Klässler die Gelegenheit beim Profil AC , welches ebenfalls im laufenden Schuljahr der Klasse 8 stattfindet, eine sehr individuelle Rückmeldung der eigenen Stäken zu erhalten, welche ihnen weitere Richtungen und Möglichkeiten einer beruflichen Orientierung bieten kann. Hierzu nehmen wir uns die nötige Zeit und lassen die Schüler in Kleingruppen von geschulten KollegenInnen beobachten, damit auch eine sorgfältige Analyse der einzelnen Stäken gewährleistet ist. Zusätzlich haben die SchülerInnen außerschulische Projekte die ihnen den Kontakt zur Natur und dem nachhaltigen Lernen ermöglichen.

Hierzu hat unsere Schule gute Kooperationen mit Institutionen und Menschen, wie z.B. die NaturStadtSchule, Kontiki oder dem erfahrenen Förster Herr Gottwald, welche zB unser Schulverwaldungsprojekt fördern und ermöglichen. Gerade weil einige der Jugendlichen nur noch selten die Nähe zur Natur suchen, ist dieses Projekt in dieser Phase der Entwicklung für unsere SchülerInnen eine Chance, einmal wieder zu spüren, wie Naturerleben sein kann und wie es sich anfühlt, mit allen Sinnen an einem Naturschutzprojekt teilzunehmen. Hier wird gesägt, gefällt, auf offenem Feuer gekocht, und viel über den Wald und seine Flora und Fauna gelernt. Jungen wie Mädchen sägen, hacken, schleppen, kochen, bauen, lernen und spielen mit vollem Körpereinsatz.

Die Schüler nehmen ebenfalls am WVR Projekt teil, welches sich an der Emil-Thoma-Realschule teilweise mit dem der Schulverwaldung überschneidet und die Klassenkasse für spannende Unternehmungen füllt.

Ab Klasse 8 können die Jugendlichen ebenfalls anfangen, Punkte für das SE (Soziales Engagement) zu sammeln. Viele sind wirklich sehr motiviert und bemühen sich fleißig darum, ihre Unterstützung bei sozialen Einrichtungen anzubieten, um zu einem gelungenen Miteinander beizusteuern. Abgerundet wird der Einstieg in die Selbstständigkeit mit dem Beginn der GFS – welche die SchülerInnen der 8. Klassen erstmalig vortragen, um in einem Fach ihrer Wahl zu demonstrieren, dass sie ein zuvor abgesprochenes Thema inhaltlich ihrer Klasse und dem Lehrer präsentieren können. Dabei lernen sie, schülergerechte Themen mit Präsentationsmedien aufzubereiten, sicheres Auftreten, gute Artikulation und ansprechende Körpersprache. Alles Eigenschaften die in vielen Berufen nötig und erfordert sind. Es ist einiges, was unsere 8. Klässler zu meistern haben, aber: sie sind bereit und bewältigen es oftmals mit Spaß, tollen Ideen und kreativen Ergebnissen.

Profil AC

In der Klasse 8 wird im Rahmen der Berufsvorbereitung ein Assessement Center (AC) durchgeführt. Schlüsselqualifikationen werden von mehreren geschulten Lehrkräften beobachtet. Im Anschluss an diese Beobachtungen finden individuelle Rückmeldung über die Stärken der Schülerinnen und Schüler statt. Diese Gespräche dienen der ersten Orientierung im Berufsfindungsprozess. Besondere Berücksichtigung finden hierbei die Teamfähigkeit, die Kritikfähigkeit, das Problemlösen, die Kommunikationsfähigkeit und die Eigenständigkeit. Ein sich daraus ergebendes Ziel ist es die Stärken der Schülerinnen und Schüler weiter zu entwickeln. 

„Soziales Engagement“ (TOP „SE“)

Entsprechend dem Bildungsplan der Realschule wird das themenorientierte Projekt „Soziales Engagement“ an unserer Schule durchgeführt. Das Projekt „hat das Ziel, Verantwortungsbewusstsein im Umgang mit Menschen zu wecken und zu fördern.“ Die Schülerinnen und Schüler üben „soziales Denken, Urteilen und Handeln ein. Dabei wird ihre Persönlichkeit gestärkt.“ SE ist mit ca. 60 Zeitstunden in der Realschule angesiedelt. Klasse 6 und 7 werden projektorientiert begleitet. In Klasse 8 und 9 müssen insgesamt 35 Zeitstunden bescheinigt nachgewiesen werden (Formular). In Klasse 9 werden noch nicht abgeleistete Stunden eigenverantwortlich durchgeführt. Neuzugänge an unserer Schule haben eine anteilige Berechnung ihrer SE-Stunden (Bsp. Eintritt Kl.9 = 18 Zeitstunden). Am Ende der Kl.9 erhalten die Schüler im Zeugnis eine Note und ein Zertifikat. Das schulische Engagement wie z.B. Klassensprecher, Schulsanitäter, Sozialmentor etc. wird in diesem Zusammenhang angerechnet und bescheinigt.

Klasse
 
SE- Vorgabe
Vorgehensweise
 
Ideen

 

6
 
Aktionstag für Tiere/Umweltorganisationen
Besuch einer speziellen Einrichtung; praktisches Tun
 
Besuch eines Tierheims, Einladung von Referenten, Bau von Hummelnistplätzen, Igelhäuschen etc. z. B. in den Fenstertagen

 

7
 
Tagesaktion für schulinterne Belange
Lehrer/Schüler/Eltern machen Vorschläge für Aktionen
 
Bewirtung z.B. am Elternsprechtag, Schulverschönerung, Gelderwirtschaftung für soziale Projekte
 


 

8 und 9
 
Klassenübergreifende soziale Projekte oder Projekte der Schüler / Reflektion
Nach Rücksprache mit dem SE-Team engagieren sich die Schüler außerhalb der Unterrichtszeit. Am Ende der 8. Klasse werden die Eltern über die erarbeitete Stundenzahl informiert.
 
Ideen, Adressen von Freiburger und sonstiger Hilfsorganisationen beim SE-Team
  

Berufsorientierung an der Realschule BORS

Im Lehrplan der 9ten Klassen ist dem Gebiet der Berufsorientierung und -wahl ein großer Raum gewidmet. Bausteine dabei sind

  • der EWG- Unterricht, in dem Interessen, Fähigkeiten und der Wandel in der Arbeitswelt thematisiert werden
  • das einwöchige Betriebspraktikum, das mit einem Praktikumsbericht dokumentiert und mit einer Präsentation abgeschlossen wird
  • der Besuch des Berufsinformationszentrums
  • die individuelle Berufsberatung und Kooperation durch die Agentur für Arbeit
  • das Berufsorientierungspraktikum in Kooperation mit der IHK und dem IB am Ende der 8ten Klassen
  • unterschiedliche Veranstaltungen durch Experten im Haus, z.B. ein Bewerbertraining
  • Besuch von außerschulischen Veranstaltungen, z.B. Job-Start-Börse
  • die enge Kooperation mit regionalen Betrieben, die der Schule reichhaltige Ausbildungsmöglichkeiten zur Verfügung stellen

Das Themenfeld wird mit der Erstellung eines individuellen Berufswahlordners abgeschlossen, der sämtliche Informationen und Materialien diesbezüglich enthält.

Unsere Schule ist mit dem BORIS Siegel zertifiziert. Das Berufswahl-SIEGEL wird Schulen mit einer ausgezeichneten Berufsorientierung verliehen. Diese werden bei der systematischen Verbesserung ihrer Berufsorientierung begleitet und erhalten dafür entsprechende Anerkennung. Seit mehr als 10 Jahren leistet das Berufswahl-SIEGEL einen wesentlichen Beitrag, um Schüler gezielt auf ihren individuellen Start in Ausbildung oder Studium vorzubereiten.

boris

Die Emil-Thoma-Realschule ist seit 2013 Träger des Netzwerk Berufswahl-SIEGEL:

„Das Berufswahl-SIEGEL wird Schulen mit einer ausgezeichneten Berufsorientierung verliehen. Diese werden bei der systematischen Verbesserung ihrer Berufsorientierung begleitet und erhalten dafür entsprechende Anerkennung. Seit mehr als 10 Jahren leistet das Berufswahl-SIEGEL einen wesentlichen Beitrag, um Schüler gezielt auf ihren individuellen Start in Ausbildung oder Studium vorzubereiten.“ (http://www.netzwerk-berufswahlsiegel.de/; Stand 11.02.2015

Kommunikationsprüfung „Europäische Kommunikationsfähigkeit“ – EUROKOM

Im ersten Halbjahr des zehnten Schuljahres findet für alle Schüler die EUROKOM Prüfung statt, die mündliche Kommunikationsprüfung umfasst drei Teile:

  • Präsentation eines vorbereiteten Schwerpunkts
  • Hörverstehen
  • Kommunikative und situative Aufgabenform.

Im Englischunterricht wird in den Wochen und Monaten davor schwerpunktmäßig Hörverstehen und freies Sprechen durch eine Vielzahl von Methoden und Materialien geübt. Sie können auf der offizielle Homepage Daten und Informationen einsehen: http://www.schule-bw.de/schularten/realschule/pruefungen/realabschlusspruefung/eurokom/

Studienfahrt nach Berlin 

Am Beginn des 10. Schuljahres, fahren die Klassen nach Berlin. Der Besuch der Hauptstadt wird im Unterricht vorbereitet. Neben festen Programmpunkten, wie dem Besuch im Bundestag, werden die Schüler in die weitere Planung miteinbezogen. Weitere Programmpunkte können sein (exemplarisch):

  • Bundesrat
  • Stasigefängnis Hohenschönhausen
  • Bernauer Straße (Mauermuseum)
  • DDR-Museum
  • Olympiastadion
  • Luftschutzbunker
  • Berliner Unterwelten

Die Schüler haben auch genug Zeit um Berlin selbständig zu erkunden und eigenen Interessen (Besuch im Museum etc.) nachzugehen.